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Die Auswahl der Modelle spielt eine wichtige Rolle. Ein Gesichtspunkt dabei ist die Bedeutung der Bauwerke für die jeweilige Region. Auch die Vielfalt der Baustile und der historischen
Epochen soll repräsentiert werden. Nicht zuletzt muss das Objekt als Modell nachbaubar sein und als Ausstellungsstück für den Besucher einen optischen Anreiz bieten. Durch die besondere Bedeutung Berlins als politisches
Zentrum Preußens und Deutschlands findet sich hier eine Häufung nachbauenswerter Gebäude für den Park, so dass bei der Darstellung der Stadt weder der Reichstag noch das Brandenburger Tor oder die Siegessäule fehlen dürfen. Aber
auch die einzelnen Bezirke werden mit ihren sehenswerten Schlössern, Rathäusern sowie wichtigen Industriebauten repräsentiert. So ist die alte Marzahner Mühle ebenso als Modell vertreten wie das Rathaus Lichtenberg oder das Schloss
Köpenick. Im Land Brandenburg gibt es vom Landkreis Dahme-Spree bis zur Uckermark zahlreiche architektonische Kleinode. Die Liste der Sehenswürdigkeiten ist groß und reicht vom Weltkulturerbe in Potsdam Sanssouci über Schloss
Rheinsberg, dem schon Tucholsky einen Roman widmete bis zum Kloster Neuzelle. Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Prignitz. Diese ganze regionale Vielfalt wird im kommenden Jahr im Park in der Wuhlheide zu entdecken sein. |
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Alle Modelle werden im Maßstab 1:25 gebaut. In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese Größe für die verkleinerte Darstellung im Freien optimal ist. Das Pergamonmuseum hat
beispielsweise eine Grundfläche von 5 mal 5 Metern, der Reichstag erreicht 5 mal 6 Meter. Alle Objekte werden aus wetterfestem Material gefertigt, was eine besondere Herausforderung darstellt. Übliche Materialien im
Modellbau, wie Gips und Karton, kommen für diese Modelle nicht in Frage. Nur wenige Materialien gibt es fertig im Bastelbedarf. Das Team bearbeitet Grundwerkstoffe so lange, bis sie die richtige Form, Größe und Optik haben.
Da werden Kunststoffe zu Dachziegeln und Steinquadern, die mit Acrylfarbe das originalgetreue Aussehen erhalten. Metall dient im Inneren jedes Modells als Stützkonstruktion oder wird zu filigranen Geländern verarbeitet. Eine
Besonderheit ist die Verwendung von natürlichen Werkstoffen wie Stein, mit dem Ziegelfassaden gemauert werden. Ziel ist es, mit dem Modell eine möglichst perfekte Nachbildung des Originals zu schaffen. Dafür werden vorhandene
Fotos, Zeichnungen, Bau- und Konstruktionspläne genutzt. An jedem einzelnen Modell sind hunderte verschiedene Arbeitsschritte notwendig – alles in Handarbeit. Für den Modellbau haben die Mitarbeiter ihre Werkräume selbst
eingerichtet. Mit Band- und Tellerschleifern, Tischbohrern, Fräsen oder Lötlampen müssen hunderte verschiedene Arbeitsschritte für jedes einzelne Modell ausgeführt werden. Je nach Größe und Schwierigkeitsgrad des Objektes brauchen
sie dazu 6 bis 8 Monate. Die bisher längste Bauzeit mit rund zwei Jahren nahm das Reichstagsmodell in Anspruch. |
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